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Raus nach zwei Monaten Knast

Polizeiwillkür nach der Gleichheitsparade in Warschau

Der Berliner René K wurde am 10. Juni auf der Parade für sexuelle Gleichberechtigung in Warschau festgenommen und saß bis zum 11. August in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, Polizisten angegriffen zu haben. René K. weist diese Vorwürfe weit von sich. Sein Fall erscheint als ein Beispiel dafür, dass Homophobie bis heute auch in weiten Kreise von Polizei und Justiz nicht überwunden ist.

Die Festnahme und anschließenden 60 Tag Untersuchungshaft im Białołęka- Gefängnis in Warschau entwickelten sich für den arglosen Demonstrationsteilnehmer zu einer Tortur. Eine öffentliche Solidaritätskampagne, die Zusammenarbeit polnischer und deutscher RechtsanwältInnen und schließlich die Kaution ermöglichten die Freilassung von René K.

Zu dem Fall, der aufschlussreiche Einblicke in das Klima gegenüber Homosexuellen in Polen und die Verhältnisse in Polizei, Justiz und Gefängnissen erlaubt, sind mehrere ausführliche Interviews und Presseberichte erschienen:

Die Soli- Seite für René K: http://www.queerberlin.tk/
Free René! Bericht im ostblog: http://www.ostblog.de/2006/08/free_rene_seit_zwei_monaten_si.php
"60 Tage" Knast aus: Siegessäule: http://www.siegessaeule.de/neuigkeiten.shtml
"Ich bereue es nicht, zur Demo gefahren zu sein", Interview mit Annette Kögel, http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/14.08.2006/2711533.asp
"Homophobe Willkür beendet - Gegen Kaution" von Andreas Siegmund-Schultze, http://www.jungewelt.de/2006/08-14/045.php
"Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort", taz- Interview http://www.taz.de/pt/2006/08/15/a0196.1/text